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  Im Folgenden findet ihr eine kleine Auflistung von norwegischen Spezialitäten, die uns im Supermarkt in die Hände gefallen sind, bzw. die wir "draußen" beobachten konnten. Die meisten haben unseren Essens- und Küchenfundus bereichert, von anderen  halten wir lieber Abstand. Geschmackssache halt...
   
 

 

Das traditionelle Weihnachts- und Vorweihnachtsessen in Norwegen ist natürlich sehr fisch- und fleischlastig. Hier einige der wichtigsten Köstlichkeiten" (v.l.n.r.):

Pinnekjøtt: Rippe vom Schaf

Ribbe: Rippe vom Schwein

Lutefisk: Dorsch, der mehrere Tage in Lauge eingelegt war und dadurch eine sehr seltsame, weiche und klibberige Konstistenz annimmt; mit weißer Sauce serviert

 

Tran, jeden Tag ein paar Löffel, soll im Winter den Körper mit fehlenden Vitaminen versorgen und, angesichts der langen Dunkelheit, die Leute vor Depressionen bewahren.

Wenn die Werbung die norwegische Gesellschaft widerspiegelt, werden vor allem unschuldige und wehrlose Kinder mit dem Zeug "aus echtem norwegischen Fisch" gefüttert (empfohlen ab einem Alter von 4 Monaten). Das Supermarktregal bietet auf jeden Fall eine ungewöhnlich große Auswahl verschiedener Hersteller.

Zur genauen Info: Tran ist ein Öl, das aus der Fischleber gewonnen wird und reich ist an Vitamin A und D sowie Omega 3-Fettsäuren.

 

   

 

Akvavit Linje ist DER Schnaps hier in Norwegen. Er schmeckt für einen Kräuterschnaps außerordentlich gut und mild und hat eine schöne blassgoldene Farbe.

Die Legende sagt, dass vor 200 Jahren damit begonnen wurde, Fässer mit Akvavit auf Schiffe zu laden, vielleicht um mehr Ballast zu haben. Nach der langen Reise schmeckte den Norwegern das Gesöff plötzlich um Weiten besser, was wohl in den  gleichmäßigen Bewegungen des Schiffs, der Seeluft und den Temperaturschwankungen während der langen Fahrtzeit begründet liegt.

Seitdem darf sich ein Akvavit nur Akvavit nennen, wenn die Fässer den Äquator gekreuzt haben. Heute kann man auf den Etiketten nachverfolgen, welche Reise der Inhalt der Flasche hinter sich hat. Wir haben da unsere Zweifel, aber die Norweger glauben fest an die Schiffslagerung.

Übrigens wurde 1821 die erste Destillerie in Trondheim gegründet, und zwar von Jørgen B. Lysholm . Er verlud seine Fässer auf Schiffe, die Kabeljau nach Südamerika exportierten.

 

 

Unser Heimatgetränk hier nennt sich Dahls aus der Ringnes- Brauerei hier in Trondheim. Wie gewöhnlich bildet sich eigentlich nie Schaum beim Zapfen, der Geschmack ist aber in Ordnung.

Auf jeden Fall vermissen wir weiterhin Kirner, Bit und Flensburger!

 

   

Eine willkommene Frühstücksabwechslung ist Polarbrød, ein weicher, meist runder Teigfladen, der zum Beispiel mit Nutella lecker ist.

Das Brot erfreute sich auch bei unseren Besuchern großer Beliebheit. Holger kannte es schon von Schweden u nahm sich gleich eine Packung mit in die Heimat. Auch Katja hat sich jeden Morgen eine Scheibe gegönnt.

 

     
Selbst gemachte Multebeer- und Blaubeermarmelade von selbst gepflückten Beeren!

Die Beeren hier sind so süß, dass man viel weniger Zucker benötigt.

Dass das natürlich extrem lecker schmeckt, braucht man wohl nicht zu erwähnen...

     

Unglaublich lecker, weil besonders süß, sind die norwegischen Erdbeeren (worauf die Norweger auch unglaublich stolz sind). Vermutliche Ursache ist das Licht, das hier natürlich viel länger am Tag anhält als bei uns.

Die meist lokalen Erdbeeren werden im Moment in jedem Supermarkt und an jeder Ecke verkauft.

 

  Trockenfisch, auf den Lofoten in jeder freien Ecke an meist großen Gestellen aufgehängt, verbreitet einen nicht sehr angenehmen Geruch auf der Insel.

Zum Eigenverzehr trocknen die Leute die Dorsche, Flundern usw. aber auch etwa an der Wäscheleine oder auf dem Balkon (s. Fotoalbum).

Wir haben uns sagen lassen, dass sehr viele der Fische nach Norditalien verschifft werden. Aber bei der Masse und dem Gestank überall kann einem aber leicht der Appetit vergehen...

 

 

Pølser, die norwegische Variante der Würstchen, ist für den deutschen Gaumen wenig empfehlenswert. Für den Vegetarier ist es eh wurscht, aber für den Rest ist es gerade zur Grillsaison eine pikante Herausforderung, eine genießbare Variante zu finden. Da darf man sich auch nicht von "Wienerpølser", "Frankfürtern" o.ä. beeindrucken lassen. Angeboten geht man am besten gleich aus dem Weg.

Ab und zu werden Pølser mit Brot gegessen, aber an Imbissbuden (zu Hauf gesehen am Nationalfeiertag!) werden sie wie auf dem Bild serviert. Wer erkennt's? Richtig, in Lomper (s.u.)!

 

Übrigens wird hier - selbst in Gruppen - selten ein "normaler" Grill benutzt. Schätzungsweise 99 Prozent der Norweger grillen NUR mit Einweggrills. Das hat natürlich den Vorteil, dass sie weitaus bequemer zu transportieren sind und man so auch mit dem Fahrrad zum Grilltreff fahren kann.

An manchen beliebten Grillplätzen, wie hier an der Festung, hat die Kommune sogar Abfallcontainer eigens für die Grills aufgestellt - aus denen es ordentlich dampft.

 

 

  Kvikk lunsj ist die norwegische Variante von Kitkat und schmeckt auch sehr ähnlich. Die Hersteller haben es geschafft, den Riegel als etwas Urnorwegisches durchzusetzen, so dass die Norweger ihn als unverzichtbar für ihre Tur-Pausen halten. Wir passen uns da natürlich an...

Auf jeder Packung sind daher auch Wandertipps aufgezeichnet.

 

Lefse: leckere süße Küchlein, die typisch skandinavisch sind. Das abgebildete ist beispielsweise mit etwas Ähnlichem wie Buttercreme gefüllt. Besser schmecken sie allerdings mit Schoko- oder Zimtfüllung.

Alternativ kann man Lefse auch als Trockenmischung kaufen, die eingeweicht werden muss.

  Backpulver und Vanillezucker gibt es hier nicht, wie gewohnt, in kleinen Tütchen, sondern in relativ großen Dosen, die wahrscheinlich für fünf Weihnachten reichen. Wir müssen wohl viel backen dieses Jahr ...

 

 

Blåbærsyltetøy (Blaubeermarmelade): Eigentlich wollten mir Moltebeermarmelade probieren, doch das günstigste Glas kostet fast 10 Euro. Die Blaubeermarmelade ist in Ordnung, wobei die selbst gemachten von zu Hause natürlich unübertrefflich sind!

Aber: liebe Anna: die Aprikosenmarmelade ist leider schon leer; liebe Sonja: die Birnenmarmelade auch; liebe Oma: die Erdbeermarmelade schon lange!

 

  Eine weitere wichtige norwegische Nationalspeise ist Rømmegrøt, eine Süßspeise mit Rømme als Basis; wird meist mit Zimt und Zucker garniert. Schmeckt wie saurer Brei. Wir bevorzugen also lieber weiterhin Milchreis und ganz normalen Vanillepudding.

 

Dem norwegischen Sauerkraut (ein besserer Name wäre Søtkål) ist Zucker und Kümmel zugesetzt. Der süße Geschmack ist interessant, aber etwas gewöhnungsbedürftig. Der Rotkohl ist genauso verarbeitet, den haben wir aber noch nicht getestet.
  Blaubeer-/ Traubensaft: Die Blaubeere ist hier eine sehr beliebte Frucht, die man in allen möglichen Süßspeisen wieder findet. Als Saft schmeckt sie auch lecker; seltsam ist nur, dass dieser Saft laut Zutatenliste zu 50 Prozent aus Trauben und zu 40 Prozent aus Äpfeln (?) besteht.

 

Mors Flatbrød: leckeres, hauchdünnes Brot, das aus mehreren Getreidesorten besteht; schmeckt gut zu Linsensuppe oder einfach als Beilage

 

  Lomper: kleine Pfannenkuchen, die aus Mehl, Wasser und Kartoffeln hergestellt werden. Sie schmecken gut, wenn man sie mit Rømme (ähnlich zu Sauerrahm) bestreicht, mit Tomaten und Zwiebeln belegt, würzt und zusammenrollt.

 

Kaptein-Kekse: wir bestreichen diese Kekse mit Marmelade oder Nutella (von zu Hause mitgebracht) und essen sie zum Frühstück.
  unverzichtbar: das Knäckebrot (gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen und Größen zu kaufen)

 

Köstlich: Cultura Jordbær. Der Erdbeer-Joghurt-Drink schmeckt ein bisschen säuerlich und ist dadurch nicht so süß. Und natürlich sehr dickflüssig.
  Norwegens Nationalspeise: Geitost (Ziegenkäse). Er hat eine karamellartige Farbe, soll auch nach solchem schmecken. Wir schmecken leider nur Ziegenstall.